Wie viel verdient ein Texter?

5.03.18 | 0 Kommentare

Einleitung

Vielleicht schreibst Du gern und möchtest endlich damit Geld verdienen.

Vielleicht möchtest Du Dich komplett selbständig machen und zeit- und ortsunabhängig arbeiten.

Vielleicht suchst Du einfach nur einen attraktiven Nebenjob, den Du bequem von zuhause aus ausüben kannst.

In jedem Fall bist Du nun auf den Beruf „Texter“ gestoßen und fragst Dich: Was verdient eigentlich ein Texter? Kann ich davon leben? Kann ich das als Nebenjob machen? Alle Antworten findest Du hier. Denn die eine Antwort gibt es natürlich, wie so oft, nicht.

Wovon hängt es ab, was ich als Texter verdiene?

Das hängt gefühlt von tausend Faktoren ab. Unter anderem davon,…
  • ob Du nur einen bequemen Nebenjob suchst oder wirklich davon leben möchtest,
  • ob Du bereit bist, Akquise zu betreiben oder einfach nur schreiben möchtest,
  • wieviel Zeit und Aufwand Du in Deine Weiterbildung investierst,
  • mit welcher Spezialisierung Du Dich am Markt positionierst
  • und, und, und…
Als Faustregel kann man sagen: Wenn Du viel an Arbeit und Engagement investierst, bekommst Du auch mehr raus.
Das klingt ziemlich banal, ist aber tatsächlich entscheidend. Wenn Du keine Lust auf Akquise hast und auch nicht unbedingt viel Lust auf Fortbildung, sind Deine Einkommensaussichten limitiert. Was nicht heißt, dass sich das nicht lohnt: Wenn Du einfach nur einen Zuverdienst suchst und Dir Schreiben leicht fällt, ist Texten auch ohne viel „Investment“ eine attraktive Option!

Butter bei die Fische: Wie viel kann ich als Freelance-Texter verdienen?

Wenn Du Dich entsprechend fortbildest, Du also wirklich gut bist in Deinem Job, wenn Du gutes Marketing machst und gute Kunden akquirierst, kannst Du ohne Probleme 4000 € brutto im Monat erreichen, wenn Du Vollzeit arbeitest.
Nach oben hin ist da auch noch Luft: Du kannst sicherlich auch das Doppelte verdienen. Das hängt dann letztlich davon ab, auf welche Zielgruppe und welche Themen Du Dich spezialisierst.

Agenturen beispielsweise zahlen insgesamt meist etwas schlechter als Unternehmen. Bei kleinen Unternehmen aus Kunst, Kultur, Handwerk oder ähnlichen Branchen sind die Budgets meist kleiner als bei großen Playern.

Tipp: Wenn Du nicht sehr viel Akquise betreiben möchtest und Du mit einem mittleren Durchschnittseinkommen zufrieden bist, sind u.U. Agenturen für Dich sehr attraktive Auftraggeber.
Dennoch kannst Du Dir natürlich nicht einfach aussuchen, nur für Unternehmen wie Mercedes oder Bayer zu arbeiten. Dazu musst Du Dir erst einmal die entsprechende Reputation aufbauen. Bist Du dort allerdings angelangt, wirst Du auch hohe Preise fordern können und wirklich sehr gut vom Texten leben können!

Wieviel kann ich verdienen, wenn ich nur im Nebenjob texten möchte?

Das hängt natürlich vor allem von Deinem zeitlichen Einsatz ab. Je mehr Zeit Du aufwendest, desto mehr Aufträge kannst Du abarbeiten, das ist erst einmal die simpelste Betrachtungsweise.
Etwas komplexer wird es, wenn wir uns die Preise anschauen, die Du als nebenberuflicher Texter pro Stunde bzw. pro Wort erzielen kannst. Hier gilt es abzuwägen, wie viel Du für Akquise und Weiterbildung aufwenden willst.

Mit geringem Aufwand zu 450€/Monat

DEIN ZIEL
Du möchtest Dich mit dem Texten nicht selbst verwirklichen, Du möchtest einfach nur auf angenehme Weise 450€ pro Monat verdienen.
Ja, das geht!

Sagen wir einmal, Dir stehen pro Woche ein bis zwei Arbeitstage fürs Texten zur Verfügung. Dann kannst Du einfach die Aufträge nehmen, die Du mit relativ wenig Akquiseaufwand bekommen wirst, beispielsweise über eine Texterplattform.

Realistisch betrachtet wirst Du dabei bei einem Wortpreis zwischen 3 und 5 Cent hängenbleiben.
Im Prinzip ist das nicht schlimm. Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass Du im Durchschnitt etwa 700 Wörter pro Stunde schreiben kannst, vorausgesetzt natürlich, Du bist fit in dem jeweiligen Thema. Das sind also etwa 21-35 € pro Stunde. Für Korrekturen, Recherche & Co. musst Du noch einmal eine Stunde rechnen. Dann liegst Du bei 10,50-17,50 € Stundenlohn.
Bleibst Du damit im steuerfreien Bereich, ist das auf jeden Fall besser als die meisten 450€-Jobs – zumal Du eben bequem von zuhause arbeiten kannst. Oder von wo auch immer Du gerade bist.
Rechne nicht damit, dass Du zwei Tage „durchtexten“ kannst. Wenn Du zwei Tage pro Woche Zeit hast, plane nur 5h Arbeitszeit pro Tag ein. Auch wenn Texten keine hohe literarische Kunstform ist: Du brauchst auch Pausen zum Denken und Raum für Kreativität. Ansonsten leidet die Qualität Deiner Texte. Aber bei diesem Modell kommst Du mit Deinen 10h pro Woche ziemlich genau auf einen 450€-Job.
Nun fragst Du Dich vielleicht: Aber kann ich nicht auch im Nebenjob solche Stundenlöhne und Wortpreise erreichen wie „normale“ Texter?

Langsam ein lukratives Nebengeschäft aufbauen

DEIN ZIEL
Du möchtest auf hohem Niveau texten und entsprechend entlohnt werden – aber nicht Vollzeit arbeiten.

Ja, das ist natürlich möglich. Allerdings musst Du Dich dafür auf einen längeren Weg einstellen. Das bedeutet: Zunächst wirst Du eher weniger verdienen, dafür langfristig um so mehr.
Der Grund: Du musst über längere Zeit hinweg zunächst konsequent Deine Kompetenzen steigern, Deine Reputation aufbauen und Akquise betreiben. Das bedeutet, dass Du über mindestens etwa das erste Jahr hindurch vermutlich eher in Dein Business investierst. Dafür ist die Ernte aus dieser langsam keimenden Saat dann umso üppiger.

Was ist üblich: Stundensatz oder Wortpreis?

Beides. Zur Frage, was wann zu bevorzugen ist, habe ich auch einen eigenen Beitrag geschrieben. Aus meiner Sicht gibt es nicht die Ideallösung, es kommt auf Deine Präferenzen, Deine Arbeitsstruktur und natürlich auch auf den Auftrag an. Zudem gibt es Arbeitgeber, die nur nach Wort, andere, die nur nach Stunden bezahlen.
Was die Preisspanne angeht, empfiehlt der Verband deutscher Werbetexter Stundensätze zwischen 60 und 120 €. Viele Texter empfehlen Neulingen im Textergeschäft, gleich einen hohen Preis zu etablieren. Ich halte es für sinnvoller, mit einem niedrigen Satz, also beispielsweise 50 €, einzusteigen und diesen langsam zu erhöhen, während Du Dich selbst als Texter weiterentwickelst.
Wortpreise liegen, grob gesagt, zwischen 1 Cent und 1 Euro. (Tatsächlich habe ich auch schon Wortpreise unter 1 Cent gesehen.) Meiner Erfahrung nach gibt es allerdings selten Wortpreise über 25 Cent, einfach deshalb, weil auf der Ebene meistens dann eher nach Stunden abgerechnet wird.
Du siehst also: Die Spannbreite der Verdienstmöglichkeiten ist groß!

Fazit: Was verdient denn nun ein Texter?

Insgesamt kann man es vielleicht so sagen: Abhängig davon, worauf Du Dich spezialisierst und wie Du Dich am Markt positionierst, kann Texten finanziell gesehen alles Mögliche sein. Vom einfach nur angenehmen Nebenjob, der einem Monat für Monat ein kleines Extra auf dem Konto beschert, bis zum gut bezahlten Vollzeitjob. Es ist in Deiner Hand!

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